Drensteinfurter Bürgerhaushalt wiederbelebt?


Das ziellose Surfen im Internet kann  manchmal überraschende Informationen zu Tage fördern. Unserem Autorenteam ist genau solcher in dieser Woche widerfahren. Überraschenderweise wurde dem dahin siechenden Bürgerhaushalt der Stadt Drensteinfurt – genauer: dessen Internetauftritt – eine Verlängerung der lebenserhaltenen Systeme gewährt.

Man muss dazu wissen: Diese Art der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger bei der Vergabe von Finanzmitteln ist in vielen Kommunen bereits erprobt und erfolgreich. In Drensteinfurt wurde dies zunächst von der Grünen Stadtratsfraktion thematisiert. Wie üblich scheiterten die Ökos zunächst mit ihrer Idee, bis Orts-CDU und Bürgermeister – wahrscheinlich nach einer geistbefreienden Zechrunde an der Werse – das ganze für eine prima Sache hielten und kurzerhand selbst die Umsetzung durchzogen. Denn: Von Merkel lernen heißt siegen lernen.

Nun denn: Der CDU-getriebene Bürgerhaushalt war 2012 ein ziemlicher  Rohrkrepierer, da weder Prozedere noch Verbindlichkeit von der Stadt klar kommuniziert wurden. Merke: Auch die beste Regierung Deutschlands ist unfähig, Inhalte zu kommunizieren. Die Merkel-Statthalter in Drensteinfurt haben aber dummerweise auch diese Kanzlerinnen-Schwäche geerbt.

Jetzt also gibt es nach sechs Monaten in der politischen Versenkung erstaunlicherweise einen neuen Eintrag in der Vorschlagliste des Drensteinfurter Bürgerhaushalts: Die Umbenennung des Platzes vor der Alten Post in Otto-Wels-Platz!

Wir vom Autoren-Kollektiv Klaus Wallenstein unterstützen diesen Vorschlag von ganzem Herzen. Wir hoffen, dass wenigstens SPD und Grüne sich zu einer Unterstützung der Bürgeranregung durchringen können. Die anderen Parteien haben ja lieber Adenauer und Wagenfeld.

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