Jetzt wird es schmutzig!


Nach den herben Verlusten der CDU hat man sich an der Werse ja schon die Frage gestellt, wie die Ortsunion von Walstedde bis Rinkerode diese Wahlniederlage verdaut hat. Und spätestens mit dem heutigen Leserbrief von Reinhard Pöhler ist klar: Gar nicht.

Um präzise zu sein: Der Union in Stewwert steht das Wasser bis zum Hals! Und so wird für ein paar Wählerstimmen mehr – wie bei der FDP mit dem Drogeriemarkt – einfach mal wieder gelogen, dass sich die Balken biegen. Denn wo jede Stimme zählt, braucht ja auf Anstand und Respekt keine Rücksicht mehr genommen werden.

So beschwert sich Pöhler als Ortsvorsitzender der CDU Rinkerode darüber, dass die Grünen keinen Ersatzkandidaten aus Rinkerode benannt haben, und protzt gleichzeitig mit der Liste der eigenen CDU-Kandidaten. Wohlweislich verschweigt er den Namen des Grünen Bewerbers. Denn Ulrich Etienne ist nicht nur Rinkeroder, sondern hat für die Grünen mehrfach hervorragende Resultate erzielt. Und wenn Etienne nur annähernd sein Potential ausschöpft, verliert die CDU garantiert die Mehrheit.

Und genau diese Angst vor dem Mehrheitsverlust treibt Pöhler zu diesem reißerischen Leserbrief, der das Andenken an Johannes Deventer in den Schmutz zieht. Wie kann sich ein Außenstehender überhaupt anmaßen, wer wie in welchem Sinne eines Verstorbenen handelt? Ist es da nicht eher im Sinne Johannes Deventers, der ja stets für die Grünen auf Plakaten geworben hat, dass die CDU nach dem Bürgermeisteramt nun auch noch die Ratsmehrheit verliert? Und haben unter diesem Aspekt nicht die Grünen jedes Recht, diesen Wunsch des Verstorbenen mit aller Macht in die Realität umzusetzen – also für jede Stimme gegen die CDU am 15.06. zu kämpfen?

Natürlich ist Pöhler sich dieser Überlegung bewusst. Er ignoriert aber die Ambivalenz im Gedenken und kennt nur ein Ziel – die CDU bis zum letzten Atemzug um die Mehrheit kämpfen zu lassen! Und da müssen auch mal schmutzige Tricks wie Krokodilstränen herhalten. Denn nichts passt der Union nun besser ins Konzept als Grüne Arnarchos, die selbst das Gedenken von Toten in den Schmutz ziehen. Dies ist die Fortsetzung der Pädophäliedebatte mit anderen Mitteln!

Wie perfide Pöhler in seiner Wahlkampf-Attacke dabei vorgeht, wird im letzten Teil des Leserbriefs deutlich. Natürlich kann auch die CDU nun keinen Hardcore-Wahlkampf führen, auch wenn sie dies gerne tun würde. Also kommt jetzt – nach dem Angriff auf SPD und Grüne – eine Auflistung der Erfolge der CDU, also Wahlkampf pur. Wenn es den Begriff ‚Pharisäer‘ nicht schon geben würde – ab heute wäre er ein ‚Pöhler‘.

Wir vom Autorenteam Klaus Wallenstein hatten gehofft, dass nach dem Abschneiden der CDU eine Art innere Einkehr und Besinnung bei der Union einziehen würde. Leider ist nun aber genau das Gegenteil der Fall. Wir haben entschieden, dass wir zu diesen Angriffen nicht schweigen können und wollen. Wir können nicht mit ansehen, wie allein aufgrund des Machterhalts die gelebte politische Kultur in Drensteinfurt durch einzelne Menschen oder Parteien zerstört wird. Wir fordern daher abschließend alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt auf, dies so nicht hinzunehmen und Grenzen des Anstandes aufzuzeigen.

Am 15.06. keine Stimme der CDU!

 

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6 Antworten zu Jetzt wird es schmutzig!

  1. Rodegang Elkendorf schreibt:

    Solche Kommentare / Berichte anonym zu veröffentlichen, dass ist unglaublich schlechtester Stiel und wirklich schmutzig.
    Ich finde es sehr befremdlich und stimmt mich sehr nachdenklich, dass ein tragischer Tot eines Kommunalpolitikers so zu Wahlkampfzwecken benutzt wird.
    Ich bin entsetzt.

    Kommentar verfasst durch Rodegang Elkendorf

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  2. kw52 schreibt:

    Genau dieses Befremden hat überhaupt dazu geführt, dass in diesem Blog nochmals ein Beitrag erschienen ist. Dieses Verhalten der CDU in Rinkerode ist nicht akzeptabel. Es ist fern jeder sachlichen Auseinandersetzung.

    Und ich finde es gut, dass das Verhalten der CDU Sie zum Nachdenken angeregt hat. Jetzt müssen Sie nur noch die richtige Entscheidung treffen, wenn Sie noch eine Stimme abzugeben haben.

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  3. Rodegang Elkendorf schreibt:

    Ich möchte Sie bitten,

    meinen zweiten Kommentar wie folgt zu ändern:

    Es ist schon verrückt, wie sie versuchen, mir die Worte im Mund umzudrehen.Mein Kommentar bezieht sich ausschließlich auf Ihren Bericht. Der Stimmt michsehr nachdenklich. Sie schreiben: “Und ich finde es gut, dass …” Wer ist denn eigentlich “ich” bzw. “kw52″? Schämen sie sich selber so für Ihren Text, dass sie nicht bereit sind, diesenmit Ihrem Namen zu unterschreiben und verstecken sich lieber hinter “Wir vomAutorenteam Klaus Wallenstein “. Traurig. Wenn das Ihr Demokratieverständnis ist! Kommentar verfasst durch Rodegang Elkendorf

    Mit freundlichen Grüßen

    Rodegang Elkendorf elkendorf@aol.com

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  4. Franjo Spliethoff schreibt:

    Lieber einen Artikel namentlich verfassen und veröffentlichen, der polarisiert, als Beiträge und Kommentare unter einem Pseudonym im Netz zu bloggen, die Menschen und Parteien defamieren. Ich würde mich gerne einmal mit Ihrer Person / mit Ihrem Team über Ihr Demokratieverständnis auseinandersetzen.

    Mit freundlichen Grüßen

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  5. Markus Wiewel schreibt:

    Auf eine namentlich benannte Person „draufzuhauen“ und sich selbst hinter der Anonymität einer vermeintlichen Autorengruppe zu verstecken, ist unanständig und hat mit „Wagnis“ aber auch gar nichts zu tun!
    Bei den von Herrn Pöhler genannten Ersatzkandidaten handelt es sich um solche, die bereits vor der Wahl für jeden Direktkandidaten benannt werden sollen. Das haben nicht alle Parteien geschafft. Dass der nunmehr aufgestellte Direktkandidat der Grünen aus Rinkerode kommt, hat und wollte niemand in Abrede stellen. Herr Pöhler hat nicht gelogen, Sie haben es nicht verstanden.
    MfG
    Markus Wiewel (und aus Gründen der Transparenz und Ehrlichkeit: Mitglied der CDU-Ortsunion)

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  6. Markus Wiewel schreibt:

    Was ist los mit der Wagnis-Demokratie-Redaktion? Vor zwei Tagen habe ich meinen Kommentar eingestellt, bis heute haben Sie ihn nicht freigeschaltet. Ich habe es doch hoffentlich nicht mit feigen Nicht-Demokraten zu tun?! Würde ich Sie kennen, wäre mir wahrscheinlich nicht einmal der Gedanke in den Sinn gekommen. Ich bitte um Freischaltung meines Kommentares.

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